Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Bettelorden</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bettelorden"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Bettelorden rootpage-Bettelorden skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Bettelorden</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Bettelorden</b> oder <b>Mendikanten-Orden</b> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">mendicare</span> „betteln“) sind <a href="Christentum" title="Christentum">christliche</a> <a href="Ordensgemeinschaft" title="Ordensgemeinschaft">Ordensgemeinschaften</a>, die gemäß <a href="Ordensregel" title="Ordensregel">Ordensregeln</a> dem <a href="Evangelische_R%C3%A4te" title="Evangelische Räte">evangelischen Rat</a> der <a href="Armut" title="Armut">Armut</a> in besonderem Maß verpflichtet sind. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit und aus <a href="Schenkung" title="Schenkung">Schenkungen</a> an den Orden bzw. an die jeweilige <a href="Konvent_(Kloster)" title="Konvent (Kloster)">Ordensniederlassung</a>, früher auch durch das sogenannte <a href="Terminei" title="Terminei">„Terminieren“</a> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">terminare</span> „begrenzen“) – das Sammeln von <a href="Almosen" title="Almosen">Almosen</a> in einem zugeteilten Bezirk.
</p><p>Das Betteln ist für die Bettelorden nicht (mehr) begriffsnotwendig. Die Bettelorden hatten schon im Spätmittelalter Besitz. Ihre Besitzfähigkeit wurde vom <a href="Tridentinum" class="mw-redirect" title="Tridentinum">Tridentinum</a> bestätigt. Der Begriff ist zur „bloßen Klassifizierung verblaßt“;<sup id="cite_ref-LThK_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-LThK-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> er wird im <a href="Codex_Iuris_Canonici#Codex_Iuris_Canonici_1983" title="Codex Iuris Canonici">CIC/1983</a> weiterhin verwendet. Die Bezeichnung soll „von Theorie und Praxis her überholt“<sup id="cite_ref-LThK_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-LThK-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sein, wegen ihrer zunehmenden Haupttätigkeit wird kennzeichnend von <a href="Prediger" title="Prediger">Predigerorden</a> gesprochen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichtliche_Entwicklung">Geschichtliche Entwicklung</h2></div>
<p>Schon vor den Bettelorden gab es in der mittelalterlichen Kirche eine breite Bestrebung, die <a href="Vita_apostolica" title="Vita apostolica">Vita apostolica</a> zu praktizieren. Da diese Bewegungen (z.&nbsp;B. <a href="Humiliaten" title="Humiliaten">Humiliaten</a>, <a href="Waldenser" title="Waldenser">Waldenser</a>) von der Kirche nicht anerkannt und genehmigt wurden, entwickelten sie sich teilweise zu gegenkirchlichen Bewegungen und gerieten in den Verdacht der Nähe zur <a href="H%C3%A4resie" title="Häresie">Häresie</a>. Erst eine neue Politik der Kirche, vor allem des Papstes <a href="Innozenz_III." title="Innozenz III.">Innozenz III.</a>, machte diese Bestrebungen in den Bettelorden für die Kirche nutzbringend.
</p><p>Die abendländischen Bettelorden sind im 13. Jahrhundert als <a href="Reformorden" title="Reformorden">Reformorden</a> entstanden. Sie gehen über die Forderung der zuvor existierenden Ordensgemeinschaften, auf persönlichen Besitz zu verzichten, hinaus, indem sie auch für ihre Gemeinschaften jeglichen Besitz ablehnen. Auch sind die männlichen Mitglieder nicht – wie die Angehörigen <a href="Monastisch" title="Monastisch">monastischer</a> Orden – an ein bestimmtes <a href="Kloster" title="Kloster">Kloster</a> gebunden, sondern können von der Ordensleitung versetzt werden.
</p><p>Die Bettelorden breiteten sich noch im 13. Jahrhundert sehr rasch über das ganze christliche West- und Mitteleuropa aus. Eine wesentliche Triebkraft ihrer Entwicklung waren die <a href="Eschatologie" title="Eschatologie">eschatologischen</a> Erwartungen jener Zeit insbesondere bei den Franziskanern und die Hoffnung auf ein vergeistigtes Christentum, die durch Vorhersagen des <a href="Joachim_von_Fiore" title="Joachim von Fiore">Joachim von Fiore</a> geschürt worden waren. Das Gebot der Besitzlosigkeit zog jedoch Konflikte innerhalb der Orden nach sich, insbesondere als viele Studierte den Orden beitraten, da es für sie nur schwer möglich war, in den Städten ein apostolisches Leben in Armut zu führen und da die Orden Studienhäuser nicht ohne eigenen Grundbesitz und ohne Bibliotheken betreiben konnten.
</p><p>1250/1260 kam es zum <i><a href="Mendikantenstreit" title="Mendikantenstreit">Bettelordenstreit</a></i>. Pariser Weltklerusprofessoren bestritten den Bettelorden das Recht, Seelsorge und Lehrtätigkeiten an der <a href="Universit%C3%A4t" title="Universität">Universität</a> auszuüben. Erst Papst <a href="Alexander_IV._(Papst)" title="Alexander IV. (Papst)">Alexander IV.</a> setzte sich massiv für sie ein und erneuerte 1256 ihre Privilegien, nachdem sie ihnen erst 1254 entzogen worden waren.
</p><p>Das <a href="Zweites_Konzil_von_Lyon" title="Zweites Konzil von Lyon">Zweite Konzil von Lyon</a> (1274) verbot alle Orden, die nur vom Betteln leben wollten. Ausgenommen wurden nur die <a href="Dominikaner" title="Dominikaner">Dominikaner</a>, die <a href="Franziskanische_Orden" title="Franziskanische Orden">Franziskaner</a> (mit den Abspaltungen <a href="Minoriten" title="Minoriten">Minoriten</a> und <a href="Kapuziner" title="Kapuziner">Kapuziner</a> sowie die <a href="Klarissen" title="Klarissen">Klarissen</a>); <a href="Karmeliten" title="Karmeliten">Karmeliten</a> und <a href="Augustiner-Eremiten" class="mw-redirect" title="Augustiner-Eremiten">Augustiner-Eremiten</a> wurden vorläufig geduldet und 1298 approbiert. Diese vier sind die klassischen Bettelorden. Kleinere, das Verbot überlebende oder trotz Verbots neu gegründete, sich an den klassischen Bettelorden orientierende Orden wurden später ebenfalls zu den Bettelorden gezählt, so unter anderem die <a href="Serviten" title="Serviten">Serviten</a>, <a href="Mercedarier" title="Mercedarier">Mercedarier</a>, <a href="Trinitarier-Orden" class="mw-redirect" title="Trinitarier-Orden">Trinitarier</a> und der <a href="Orden_vom_Heiligen_Kreuz" title="Orden vom Heiligen Kreuz">Orden vom Heiligen Kreuz</a> (seit 1318 Privileg eines Bettelordens).
</p><p><a href="Johannes_XXII." title="Johannes XXII.">Johannes XXII.</a> verwarf allerdings im Jahr 1329 die radikal-franziskanische Tradition und das Ideal des apostolischen Lebens in seiner Bulle <i>Quia vir reprobus</i>, da die Bettelorden zu einer gefährlichen Konkurrenz der Amtskirche wurden. Die beiden großen Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner blieben jedoch noch für mehr als ein Jahrhundert Schwerpunkt religiösen und wissenschaftlichen Lebens der Zeit. Aus ihnen sind zahlreiche große Theologen (<a href="Scholastik" title="Scholastik">Scholastiker</a> wie <a href="Mystik" title="Mystik">Mystiker</a>), berüchtigte Vertreter der <a href="Inquisition" title="Inquisition">Inquisition</a>, bedeutende Seelsorger wie z. B. <a href="Berthold_von_Regensburg" title="Berthold von Regensburg">Berthold von Regensburg</a> und Dichter wie <a href="Jacopone_da_Todi" class="mw-redirect" title="Jacopone da Todi">Jacopone da Todi</a> und <a href="Thomas_von_Celano" title="Thomas von Celano">Thomas von Celano</a> (<a href="Stabat_mater" title="Stabat mater">stabat mater</a>, <a href="Dies_irae" title="Dies irae">dies irae</a>) hervorgegangen.
</p><p>1993 zählte man in der katholischen Kirche 17 Bettelorden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Bettelorden_in_der_mittelalterlichen_Gesellschaft">Die Bettelorden in der mittelalterlichen Gesellschaft</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bettelorden_und_Stadtgesellschaft">Bettelorden und Stadtgesellschaft</h3></div>
<p>Anders als die bis dahin bekannten Orden suchten sie nicht die räumliche Abgeschiedenheit, sondern ließen sich bevorzugt in den Städten nieder. Ihre männlichen Ordenszweige entfalteten dort eine reiche Tätigkeit als <a href="Prediger" title="Prediger">Prediger</a>, <a href="Lehrer" title="Lehrer">Lehrer</a> und <a href="Seelsorger" title="Seelsorger">Seelsorger</a>. Dadurch gewannen sie großen Einfluss auf das religiöse Leben der aufstrebenden mittelalterlichen Städte. Adressaten ihrer Predigttätigkeit waren neben den Armen auch die religiösen Frauenbewegungen<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (so v.&nbsp;a. die Dominikaner). Die Bettelorden waren eine „unentbehrliche Einsatztruppe der Kirchenleitung“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und beherrschten lange Zeit die Wissenschaft. Nachdem sie sich von ihrem eschatologischen Radikalismus gelöst hatten und von häretischen Elementen gereinigt waren – bei den Franziskanern waren dies v.&nbsp;a. ihre <a href="Joachimiten" title="Joachimiten">joachimitischen</a> Abspaltungen –, erwiesen sie sich als Instrumente der Durchsetzung päpstlicher Machtansprüche gegenüber den Ortsbischöfen. Sie trugen mit ihren neuen Frömmigkeitsformen und ihrem Bestreben nach Einfachheit und Verständlichkeit der Lehre dazu bei, den kirchlichen Einfluss in breiten und auch ärmeren und ungebildeten Schichten der schnell wachsenden Städte zu verankern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Inquisition">Inquisition</h3></div>
<p>Papst <a href="Gregor_IX." title="Gregor IX.">Gregor IX.</a> (1227–1241) beschritt einen neuen Weg in der Ketzerbekämpfung: Anstelle der eigentlich dafür zuständigen Bischöfe, die ihrer Aufgabe nur mangelhaft nachkamen, berief er 1227 erstmals eigene päpstliche Sonderbeauftragte als Inquisitoren, die in Deutschland nach Ketzern fahnden sollten. Diese Vorgehensweise, bei der nicht die Bischöfe, sondern der Heilige Stuhl selbst aktiv wird, wird auch als päpstliche Inquisition bezeichnet. In weiterer Folge entband Gregor IX. die Bischöfe von der Untersuchungspflicht und beauftragte künftig überwiegend Dominikaner mit der Ketzerverfolgung. Einer der berüchtigtsten Inquisitoren war der Dominikaner <a href="Heinrich_Kramer" title="Heinrich Kramer">Heinrich Kramer</a>, der 1486 eine Darstellung des Inquisitionsprozesses im <a href="Hexenhammer" title="Hexenhammer">Hexenhammer</a> (malleus maleficarum) veröffentlichte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antijudaismus">Antijudaismus</h3></div>
<p>Die Bettelorden – Franziskaner, Dominikaner, Karmeliten und Augustiner-Eremiten – strebten eine einheitlich christlich geformte Kultur an. Dabei entwickelten sie im späten Mittelalter eine <a href="Antijudaismus" title="Antijudaismus">judenfeindliche Haltung</a>. Weder die Franziskaner noch die Dominikaner waren durch ihre Namensgeber <a href="Franziskus_von_Assisi" class="mw-redirect" title="Franziskus von Assisi">Franziskus von Assisi</a> und <a href="Dominikus" title="Dominikus">Dominikus</a> judenfeindlich vorgeprägt (im Unterschied zu den Augustiner-Eremiten und deren Namensgeber <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus von Hippo</a>); alle Bettelorden waren jedoch von Anfang an – auch im Kampf gegen <a href="H%C3%A4resie" title="Häresie">Häretiker</a> wie die <a href="Katharer" title="Katharer">Katharer</a> – missionarisch engagiert und befürworteten teilweise zwangsweise Methoden der <a href="Judenmission" title="Judenmission">Judenmission</a>, etwa <a href="Zwangstaufe" title="Zwangstaufe">Zwangstaufen</a>. Zeitweise wurden auch Zwangspredigten institutionalisiert:<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unter Androhung von Strafen wurden Juden gezwungen, christliche Predigten zu besuchen.
</p><p>Der jüdische Händler und Geldleiher wurde als Gegenbild zu dem von den Bettelorden vertretenen Armutsgedanken aufgebaut. Das Judentum diente somit als dunkle Folie, vor der das Christentum zu leuchten begann. Das Wort „schlimmer als die Juden“ wurde in den Predigten zur stereotypen Grundformel, mit der lasterhaftes Verhalten unter Christen gebrandmarkt und verurteilt wurde.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Struktur">Struktur</h2></div>
<p>Die innere Organisation der Bettelorden weist deutliche demokratische Elemente auf: Die Brüder mit <a href="Ewige_Profess" class="mw-redirect" title="Ewige Profess">ewiger Profess</a> in einer <a href="Ordensprovinz" title="Ordensprovinz">Ordensprovinz</a> wählen Vertreter, die in überregionalen Versammlungen, den <a href="Ordenskapitel" title="Ordenskapitel">Provinzkapiteln</a> bzw. Generalkapiteln, die Ordensoberen wählen, also die Provinzialprioren (Dominikaner) oder Provinzialminister (Franziskaner) bzw. den Generalprior oder Generalminister. Diese Leitungsämter sind – anders als bei den älteren <a href="Monastisch" title="Monastisch">monastischen</a> Orden – Ämter auf Zeit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bettelordenskirchen">Bettelordenskirchen</h2></div>
<p>Die weiträumigen, zunächst recht schlichten <a href="Bettelordenskirchen" class="mw-redirect" title="Bettelordenskirchen">Bettelordenskirchen</a> wurden als <a href="Predigtkirche" title="Predigtkirche">Predigtkirchen</a> für große Volksmengen errichtet, bald mit einer <a href="Kanzel" title="Kanzel">Kanzel</a> auf der Mitte einer Langseite ausgestattet, und beeinflussten damit den Kirchenbau des Hoch- und Spätmittelalters, insbesondere die späteren <a href="Hallenkirche" title="Hallenkirche">Hallenkirchen</a>. Die Klosteranlagen wurden den städtischen Verhältnissen angepasst, im Unterschied zu den traditionellen Mönchsgemeinschaften, die sich mit ihren Klöstern auf dem Land, meist weit weg von den Städten, angesiedelt haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Orthodoxie">Orthodoxie</h2></div>
<p>Die <a href="Orthodoxe_Kirche" class="mw-redirect" title="Orthodoxe Kirche">Orthodoxe Kirche</a> kennt keine Bettelorden; nach ihrem Ideal sollen Mönche sich durch eigene Arbeit ernähren, und Almosen sollen den unfreiwillig Armen zugutekommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Armutsstreit" title="Armutsstreit">Armutsstreit</a></li>
<li><a href="Samana_(M%C3%B6nch)" title="Samana (Mönch)">Samana (Mönch)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Bettelorden" class="extiw external" title="wikt:Bettelorden">Wiktionary: Bettelorden</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.vita-religiosa.de/">Vita Religiosa</a></li>
<li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://cjcuc.org/2015/12/03/orthodox-rabbinic-statement-on-christianity/"><i>Orthodox Rabbinic Statement on Christianity: To Do the Will of Our Father in Heaven: Toward a Partnership between Jews and Christians.</i></a> In: <i>cjcuc.org.</i> 3.&nbsp;Dezember 2015<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 15.&nbsp;Januar 2023</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABettelorden&amp;rft.title=Orthodox+Rabbinic+Statement+on+Christianity%3A+To+Do+the+Will+of+Our+Father+in+Heaven%3A+Toward+a+Partnership+between+Jews+and+Christians&amp;rft.description=Orthodox+Rabbinic+Statement+on+Christianity%3A+To+Do+the+Will+of+Our+Father+in+Heaven%3A+Toward+a+Partnership+between+Jews+and+Christians&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fcjcuc.org%2F2015%2F12%2F03%2Forthodox-rabbinic-statement-on-christianity%2F&amp;rft.date=2015-12-03&amp;rft.language=en">&nbsp;</span><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Dieter_Berg" title="Dieter Berg">Dieter Berg</a>: <i>Bettelorden und Stadt. Bettelorden und städtisches Leben im Mittelalter und in der Neuzeit.</i> (<i>Saxonia Franciscana</i> 1) Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1992.</li>
<li>Dieter Berg: <i>Armut und Geschichte. Studien zur Geschichte der Bettelorden im Hohen und Späten Mittelalter.</i> (<i>Saxonia Franciscana</i> 11) Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1999.</li>
<li><a href="Isnard_Wilhelm_Frank" title="Isnard Wilhelm Frank">Isnard Wilhelm Frank</a>: <cite style="font-style:italic">Bettelorden</cite>. In: <a href="Walter_Kasper" title="Walter Kasper">Walter Kasper</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_f%C3%BCr_Theologie_und_Kirche" title="Lexikon für Theologie und Kirche">Lexikon für Theologie und Kirche</a></cite>. 3. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>. Herder, Freiburg im Breisgau 1994, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>341–342</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Bettelorden&amp;rft.atitle=Bettelorden&amp;rft.au=Isnard+Wilhelm+Frank&amp;rft.btitle=Lexikon+f%C3%BCr+Theologie+und+Kirche&amp;rft.date=1994&amp;rft.edition=3&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Freiburg+im+Breisgau&amp;rft.pub=Herder&amp;rft.volume=2" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Karl_Suso_Frank" title="Karl Suso Frank">Karl Suso Frank</a>: <i>Geschichte des christlichen Mönchtums.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, S.&nbsp;86–108.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-LThK-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-LThK_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-LThK_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Isnard Wilhelm Frank: <cite style="font-style:italic">Bettelorden</cite>. In: <a href="Walter_Kasper" title="Walter Kasper">Walter Kasper</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_f%C3%BCr_Theologie_und_Kirche" title="Lexikon für Theologie und Kirche">Lexikon für Theologie und Kirche</a></cite>. 3. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>. Herder, Freiburg im Breisgau 1994, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>341</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Bettelorden&amp;rft.atitle=Bettelorden&amp;rft.au=Isnard+Wilhelm+Frank&amp;rft.btitle=Lexikon+f%C3%BCr+Theologie+und+Kirche&amp;rft.date=1994&amp;rft.edition=3&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Freiburg+im+Breisgau&amp;rft.pub=Herder&amp;rft.volume=2" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Herbert_Grundmann" title="Herbert Grundmann">Herbert Grundmann</a>: <i>Religiöse Bewegungen im Mittelalter: Untersuchungen über die geschichtlichen Zusammenhänge zwischen der Ketzerei, den Bettelorden und der religiösen Frauenbewegung im 12. und 13. Jahrhundert und über die geschichtlichen Grundlagen der deutschen Mystik.</i> Berlin 1935, Darmstadt 4.&nbsp;Aufl. 1977. Den Begriff der Frauenbewegung führte ein:
<a href="Herman_Haupt_(Historiker)" title="Herman Haupt (Historiker)">Herman Haupt</a>: Artikel <i>Beginen und Begharden</i>. In: Realencyclopädie für protestantische Theologie und Kirche, 3.&nbsp;Aufl., 1&nbsp;(1897), S.&nbsp;516–526.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Kurt_Flasch" title="Kurt Flasch">Kurt Flasch</a>: <i>Das philosophische Denken im Mittelalter.</i> 2. Auflage. Reclam, Stuttgart 2000, S. 395; zur Rolle der Mendikanten an den Universitäten vgl. S. 394 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Klaus_Lohrmann" title="Klaus Lohrmann">Klaus Lohrmann</a>: <i>Die Päpste und die Juden. 2000 Jahre zwischen Verfolgung und Versöhnung</i>. Patmos, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-491-35014-4, S. 200.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin H. Jung: <i>Christen und Juden. Die Geschichte ihrer Beziehungen.</i> Darmstadt 2008, S. 109–111.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.feinschwarz.net/der-juedisch-katholische-dialog-lebt/"><i>Der jüdisch-katholische Dialog lebt! Zwei neue theologische Dokumente von Qualität.</i></a> In: <i><a href="Feinschwarz.net" title="Feinschwarz.net">feinschwarz.net</a>.</i> 10.&nbsp;Dezember 2015,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21.&nbsp;August 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABettelorden&amp;rft.title=Der+j%C3%BCdisch-katholische+Dialog+lebt%21+Zwei+neue+theologische+Dokumente+von+Qualit%C3%A4t&amp;rft.description=Der+j%C3%BCdisch-katholische+Dialog+lebt%21+Zwei+neue+theologische+Dokumente+von+Qualit%C3%A4t&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.feinschwarz.net%2Fder-juedisch-katholische-dialog-lebt%2F&amp;rft.date=2015-12-10">&nbsp;</span><br><span class="cite"><a href="Jehoshua_Ahrens" title="Jehoshua Ahrens">Jehoschua Ahrens</a>, <a href="Elias_H._F%C3%BCllenbach" title="Elias H. Füllenbach">Elias H. Füllenbach</a>, Barbara Rudolph: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.reformiert-info.de/side.php?pageNum_part3_news=3&amp;totalRows_part3_news=445&amp;news_id=14974&amp;part_id=4&amp;part3_id=8&amp;navi=2"><i>Erklärung orthodoxer Rabbiner: Stimme aus der Mitte.</i></a> In: <i>www.reformiert-info.de.</i> 15.&nbsp;Dezember 2015,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21.&nbsp;August 2023</span> (Ein Gespräch, aufgezeichnet von Anna Neumann).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABettelorden&amp;rft.title=Erkl%C3%A4rung+orthodoxer+Rabbiner%3A+Stimme+aus+der+Mitte&amp;rft.description=Erkl%C3%A4rung+orthodoxer+Rabbiner%3A+Stimme+aus+der+Mitte&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.reformiert-info.de%2Fside.php%3FpageNum_part3_news%3D3%26totalRows_part3_news%3D445%26news_id%3D14974%26part_id%3D4%26part3_id%3D8%26navi%3D2&amp;rft.creator=%5B%5BJehoshua+Ahrens%7CJehoschua+Ahrens%5D%5D%2C+%5B%5BElias+H.+F%C3%BCllenbach%5D%5D%2C+Barbara+Rudolph&amp;rft.date=2015-12-15">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4145088-7">4145088-7</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-05-08" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Bettelorden&amp;oldid=255839964">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>